Reproduktion und Wachstum Fortpflanzungsparameter Eine erste Beschreibung einer Jungtieraufzucht bietet Fleay (1948), der bis zu drei Würfe pro Jahr vermutet. McNally (1960) gibt für Nord-Victoria eine Fortpflanzungsperiode von September bis Januar mit nur einem Wurf an, der zwischen 1 und 7 Jungtiere umfaßt, und schließt auf geringe Fekundität. Grant (1995) nennt bis zu 5 Würfe im Jahr mit 3 - 4 Jungtieres. Olsens (1982) Arbeit über Reproduktionsbiologie in einem Gehege verzeichnet die meisten Jungtiere zwischen September und März. Dabei war die Wurfgröße ebenso 1 bis 7, mit einem mittleren Wert von 3.29 Jungtieren. Die Tragzeit betrug mindestens 30 Tage, nach der Geburt folgte ein Postpartum-Östrus. Die Aufzeichnungen der Bielefelder Kolonie von 1993 bis 1999 zeigen 14 Würfen, in denen insgesamt 22, maximal 3, im Mittel 1.6 Jungtiere geboren wurden. Die Aktivität der Tiere wurde regelmäßig automatisch 24 Stunden täglich gefilmt (Petzold 1995). Dabei konnte durch das Verhalten der Tiere ein Postpartum-Östrus indirekt gezeigt werden als auch durch Rückrechnen die Tragzeit bestimmt werden (30 bzw. 31 Tage). In einem der Fälle folgte die Geburt auf eine Post-Partum-Paarung (womit der Post-Partum-Östrus direkt nachgewiesen wurde). Jungtierentwicklung und Wachstum Schwimmratten sind Nesthocker. Geburtsgewichte werden in der Literatur nicht genannt. Bei Geburt sind Schwimmratten nackt, wenige Tage später bedeckt feiner Flaum die Tiere (Fleay 1964), ungewöhnlich früh für Muriden. Nach 14 Tagen öffen die Jungtiere die Augen (Olsen 1982); die Entwöhnung findet nach etwa vier Wochen statt (Olsen 1982). Bei Bielefelder Jungtieren, die nach der Geburt gewogen wurden, lagen die Werte zwischen 26.0 und 29.75 g. Die Pigmentierung der Haare schimmert direkt nach der Geburt bereits durch die dorsale Haut. Bereits nach 14 Tagen, am Tag des Augenöffnens, konnten unsere Tiere beim Schwimmen und nach 19 Tagen beim Tauchen beobachtet werden (Petzold 1995). Bei uns waren alle Jungtiere um den 35. Tag völlig selbständig. |